Die Big Band der Bundeswehr
"Gute Musik professionell präsentieren." Diese Ansicht des derzeitigen Bandleaders der Big Band der Bundeswehr, Oberstleutnant Christoph Lieder, hat wohl mit dazu beigetragen, dass seine Band zu einem Sympathieträger in der ganzen Welt geworden ist. Seit ihrer Gründung vor mehr als 35 Jahren hat die Big Band über zwölf Millionen Euro für wohltätige Zwecke eingespielt. Außerdem ist sie häufig auch in diplomatischer Mission unterwegs.
Warum muss es bei der Bundeswehr immer nur Marschmusik geben? Das fragte sich 1970 der damalige Bundesverteidigungsminister und passionierte Musikfreund Helmut Schmidt. Kurzum sollten moderne Töne einer modernen Armee her. Günter Noris erhielt den Auftrag, das "Schauorchester der Bundeswehr" aufzustellen und zu leiten. Zum Standort des Orchesters wurde die damalige Funkkaserne, heute Mercatorkaserne, in Euskirchen bei Bonn bestimmt. Am 3. Juni 1971 wurde das Orchester als neue musikalische Ge-heimwaffe im Bankettsaal des Bonner Hotels Tulpenfeld der Öffentlichkeit vorgestellt.
Wenn heute der fünfte Chef, Christoph Lieder, die Euskirchener Kaserne verlässt, dann gehen 38 Personen auf Tour: 26 Profi-Musiker und Techniker. Fast alle Musiker sind Berufssoldaten. Das Technik-Team ist in der Lage, innerhalb von drei Stunden am Konzertort acht Tonnen technisches Equipment und elektronisches Gerät auf der Bühne aufzubauen. (Quelle: Big Band der Bundeswehr)



