Gender Mainstreaming
Kurz und Knapp - Infos zum Thema Gender Mainstreaming
Was heißt denn eigentlich Gender Mainstreaming ?
- Gender bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägte Rollenaufteilung von Frauen und Männern. Sie sind von uns erlernt und damit veränderbar
- Mainstream bezeichnet den Hauptstrom, gemeint sind damit alle politischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Entscheidungen einer Gesellschaft, Organisation oder Gruppe
- Gender Mainstreaming bedeutet also, die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern vor vorneherein und regelmäßig zu berücksichtigen
- 1995 wird das Prinzip des Gender Mainstreaming auf der Weltfrauenkonferenz verankert
- 1996 verpflichten sich alle Staaten der Europäischen Union im Amsterdamer Vertrag dies Strategie bei allen politischen Entscheidungen anzuwenden
Alles Gute kommt von oben!
Gender Mainstreaming kann nur funktionieren, wenn Verantwortliche in Gesellschaft und Politik es als Strategie anerkennen und anwenden. Die Bundesregierung erkannte 1999 die Gleichstellung von Frauen und Männern als durchgängiges Leitprinzip an und legte fest, diese Aufgabe mittels der Strategie des Gender Mainstreamings zu fördern. Zahlreiche Bundesländer und Kommunen verfolgen ebenfalls Gender Mainstreaming Strategien.
Gender Mainstreaming macht die unterschiedlichen Lebenslagen von Frauen und Männern zum Ausgangspunkt politischen Handelns. Insofern ist GM als Querschnittsaufgabe zu sehen.
Warum Gender Mainstreaming?
- Je näher politische Maßnahmen an den tatsächlichen Lebenssituationen und Qualitätsansprüchen der Zielgruppen orientiert sind, um so größer ist die Wirkung
- Potenziale beider Geschlechter werden angesprochen und aktiviert
- Qualität von Dienstleistungen wird durch geschlechtsspezifische Sichtweise erhöht
- Starre Strukturen können durch gleichmäßige Repräsentanz von Frauen und Männern eher überwunden werden.
Was Gender Mainstreaming nicht heißt!
- GM ersetzt keinesfalls eine gezielte Frauenförderung, da Frauen in vielen Bereichen noch benachteiligt sind. Das Instrument der Frauenförderung wird noch lange angewandt werden müssen. Neu ist, dass der GM Ansatz auch die Situation der Männer in die Analyse mit einbezieht
- GM ist kein abgeschlossenes Programm, sondern ein stetiger Prozess
- GM verteilt keine Schuldzuweisungen, es sollen Kriterien entwickelt werden, die Diskriminierung aufspüren und ihnen entgegen wirken



