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Die neuen Glocken von St. Gudula

Ansicht der neuen Glocke

Die St. Gudula-Kirche in Rhede bekommt zwei neue Glocken. Die neuen Glocken wurden in der Glockengießerei Petit und Gebrüder Edelbrock in Gescher gegossen und werden am 13. Dezember in der St. Gudula-Kirche in den Glockenturm hinaufgezogen. Am 12. Dezember werden die beiden Glocken auf dem Kirchvorplatz von Pfarrer Schüttert feierlich eingesegnet.

 

Zu dem Festakt der Einsegnung am 12.12. werden zahlreiche Besucher erwartet, u.a. wollen sich Rheder Schulklassen dieses Ereignis nicht entgehen lassen und viele interessierte Rheder Bürgerinnen und Bürger, wenn die Glocken in einer Prozession mit Lichtern und Fackeln vom Bauhof der Stadt zum Kirchvorplatz befördert werden.

 

Vor einigen Tagen erst hat der Glockensachverständige des Bistums Münster Michael Gerding die neuen Glocken überprüft mit dem Ergebnis, daß die Tonhöhe stimmt. Wie sich die neuen Glocken im Klang mit den alten Glocken anhören, daß erfahren Sie erstmals am heiligen Abend, denn an dem Tag ist das erste offizielle Läuten angesagt, am Heiligabend nach der Christmette.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg im Jahre 1951 wurden in der Glockengießerei auch schon vier andere Glocken gegossen, die noch heute im Turm der Gudula-Kirche ihren Platz haben.

 

Mit Einzug in die "neue" St. Gudula-Kirche im Jahre 1901 erhielt die Kirche die Glocken aus der vorherigen "alten" St. Gudula-Kirche, die wegen Platzmangel im Jahr 1898 abgerissen wurde. Die "neue" Kirche wurde am 12. Juni 1901 mit dem "alten" Glockengeläut eingeweiht.

 

Die Rheder Glocken erzählen eine lange Geschichte:

 

Die älteste Rheder Glocke stammt aus dem Jahr 1492, kein geringeres Jahr wie das, als Christoph Kolumbus Amerika entdeckt. Die Glocke von 1492 stammt von dem Glockengießer Gheradus de Wou aus Kampen Ysselmeer in den Niederlanden.

 

Eine andere Glocke aus dem Jahre 1811 hat ein Gewicht von 623kg, sie hatte die Inschrift: Joh. Th. Wilmsen, Pastor zu Rhede, Tebrügge, Provisor Alexisu Petit Me Fecit. A1811. Diese Glocke mußte die katholische Kirche im zweiten Weltkrieg, im Jahre 1942 abliefern.

 

Die sogenannte Gudula-Glocke aus dem Jahr 1815 wog 366kg, sie trug die Inschrift: J. Th. Wilmsen, Pastor, Tebrügge, Kirchmeister, 1815 Petit me fecit. Auch diese Glocken wurde im Jahr 1942 abgeliefert.

 

Die Marienglocke aus dem Jahr 1928 mir der Inschrift: Unter Anrufung der hochheiligen Dreifaltigkeit der Gottesgebärerin und der Hl. Gudula bin ich wiederhergestellt worden, Mein Name ist Maria. Auch diese Glocke wurde abgeliefert. Ebenfalls die Josepfsglocke, deren Inschrift nicht bekannt ist und der 2400kg schweren Marienglocke aus dem Jahr 1920.

 

  • Fotoaufnahmen aus dem Jahr 1951, Einsegnung der neuen Glocken für die St. Gudula Kirche Rhede (bei Klick - Grossansicht)

Eine Glocke, die den Namen Joseph trug aus dem Jahr 1920 hatte die Inschrift: St. Joseph, Patronus Ecclesiae Universalis D.P.N. 1820. Diese Glocke wurde beim Kauf von neuen Glocken im Jahr 1951 eingeschmolzen.

 

Am 22. Juli 1951 wurden vier neue Glocken auf dem Kirchplatz an der Kirchstraße eingeweiht. Das war ein feierlicher und festlicher Akt. Die Glocken wurden in einer großen Sammelaktion des Heimatvereins Rhedes von der Rheder Bevölkerung investiert. Wie in diesem Jahr wurde schon 1951 die Glockengießerei Petit und Edelbrock aus Gescher mit dem Guss der Glocken betraut und seit dem Jahr 1951 "dröhnen" die klangvollen Glocken über die Ortschaft von Rhede hinaus, um die Gläubigen zur Kirche zu rufen.

 

In diesem Jahr wurde abermals die Glockengießerei Petit und Edelbrock aus Gescher mit dem Guss der zwei neuen Glocken betraut und wieder haben sie die Glocken zu einem festen Termin fertiggestellt. Die feierliche Einsegnung der zwei neuen Glocken erfolgt am 12. Dezember 2006. am 13. Dezember werden sie in den Glockenturm der St. Gudula-Kirche hinaufgezogen.

 

  • Fotoaufnahmen aus dem Jahr 1951, Einsegnung der neuen Glocken für die St. Gudula Kirche Rhede (bei Klick - Grossansicht)

 

 

Tip:

 

Interessante Aspekte zur Geschichte der Glocken in der St. Gudula-Kirche Rhede können Sie in einem Beitrag von Josef Dalhaus im neuen Kreisjahrbuch 2008 lesen. Das Buch bekommen Sie im Bürgerbüro der Stadt Rhede zum Preis von 7,50 Euro.

 

 

 

 

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