"Kommunalunternehmen Flächenentwicklung Rhede" - Anstalt des öffentlichen Rechts

Das "Kommunalunternehmen Flächenentwicklung Rhede" (KFR) ist eine selbständige Einrichtung der Stadt in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts. Gewährträger ist die Stadt Rhede.
Das Kommunalunternehmen wurde am 16.11.2005 durch den Rat der Stadt Rhede gegründet.
Organe des Kommunalunternehmens sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.
Zum Vorstand gehören:
- Beigeordneter Hubert Wewering
- Stadtoberamtsrat Ludger Nienhaus
- Stadtamtsrat Martin Bröker als stellvertretendes Vorstandsmitglied
Der Verwaltungsrat setzt sich aus den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Rhede zusammen. Vorsitzender ist Bürgermeister Lothar Mittag.
Das Kommunalunternehmen entwickelt als nichtwirtschaftliche Einrichtung die notwendigen Flächen für das Wohnen, das Gewerbe und die Innenstadtnutzungen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Hierzu gehören insbesondere die Vorbreitung und Durchführung städtebaulicher Maßnahmen, die Bodenbevorratung, der Zwischenerwerb von Entwicklungsflächen, die Erschließung und die Bereitstellung baureifer Flächen für den Wohnungsbau, die Gewerbeansiedlung sowie von Innenstadtflächen für Handel, Dienstleister und Wohnen.
Im Wohnungsbaubereich startete das Unternehmen mit der Entwicklung und Bereitstellung von Wohnbaugrundstücken in Rhede-Süd. Die ersten beiden Wohnquartiere zwischen Weberstraße und Bundesstraße 67 mit je rund 35 bis 40 Grundstücken und einem Spielplatz sind bereits fast vollständig bebaut.
Das dritte Quartier in diesem Bereich soll 2011 Jahr vorbereitet und 2012 zur Bebauung freigegeben werden. Die Grundstücke in dem Wohngebiet in Krechting, Drosteallee/Pater-Lacks-Weg sind bereits vergeben; die Bebauung wird im kommenden Jahr abgeschlossen sein.
Auch das Wohnquartier Rilkestraße/Kafkastraße ist bereits baureif vorbereitet; die ersten Bauvorhaben werden derzeit errichtet. Im Siedlungsbereich Vardingholt-Kirche kann das Unternehmen noch 5 baureife Grundstücke zur Verfügung stellen. An der Straße Im Schlatt wird derzeit ein Bebauungsplan zur Schaffung von rd. 10 Wohnbaugrundstücken aufgestellt.
KFR hat des Weiteren Baulanderwartungsflächen gesichert, um auch künftig kontinuierlich bedarfs- und nachfrageorientiert Wohnbauland anbieten zu können.
Der Schwerpunkt der Gewerbeflächenentwicklung liegt im Rheder Osten zwischen Mühlenweg, der ehemaligen Bahntrasse, dem Dännendiek und der Stadtgrenze Borken (Rappers Kölke). Es waren 3 Siedlerstellen und eine landwirtschaftliche Hofstelle auszusiedeln. Rund 200.000 qm konnte KFR in den letzten Jahren in diesem Quartier erwerben, davon sind bereits rund 90.000 qm planungsrechtlich entwickelt und erschlossen. Erste Betriebe haben sich bereits angesiedelt.
Die übrigen Flächen können voraussichtlich in 2013 nach Verabschiedung des Regionalplanes für den Regierungsbezirk Münster, Teilabschnitt Münsterland, entwickelt werden. Das KFR wird nachhaltig sicherstellen, dass ausrei-chend Gewerbebauland zur Ansiedlung von Unternehmen und somit zur Schaffung von Arbeitsplätzen zur Verfügung steht.
Ein bedeutendes städtebauliches Entwicklungsprojekt wird derzeit in der Innenstadt vorbereitet und umgesetzt. Das KFR hat die Brachflächen zwischen der Hohen Straße und dem Rheder Bach erworben, freigelegt und für eine Bebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern entwickelt. Etwa 40 Wohnungen, 8 bis 10 Geschäfte, ein gastronomischer Betrieb und ein Ärztehaus sowie eine Tiefgarage mit rund 70 Stellplätzen sollen inmitten des Stadtkerns am Rheder Bach entstehen und die Rheder Innenstadt weitere beleben. Mit den Bauarbeiten soll in der 2.Häfte 2011 begonnen werden.
Der Ausbau des Rheder Bachs als Stadtgewässer mit der Promenade und der Sonnentreppe sowie weitere Maßnahmen tragen dazu bei, dem Raum als Kommunikationsquartier eine entsprechende Qualität zu verschaffen. Durch den Neuausbau des Parkplatzes am Gildekamp konnte der Parkraum in der Innenstadt qualitativ und quantitativ verbessert werden. Der Ausbau der Hohen Straße und Teilstrecken der Bahnhofstraße als Fußgängerbereiche stellen weitere Maßnahmen zur Optimierung der zentralörtlichen Funktion der Innenstadt dar. Gemeinsam mit einem Investor konnte am Molkereihof ein großflächiges Handelszentrum an die Innenstadt angedockt werden. Das Radwegenetz entlang des Rheder Bachs konnte ausgebaut und die Vernetzung der Innenstadt mit den Randbereichen der Stadt optimiert werden. Weitere Projekte zur Vitalisierung der Innenstadt stehen in den kommenden Jahren an.
Die vorstehenden Darstellungen und Ausblicke sind bei Weitem nicht abschließend. Es werden in den nächsten Jahren viele neue Aufgaben und Maßnahmen hinzukommen. Das KFR wird vorausschauend, behutsam und nachhaltig Flächen sichern, entwickeln und bereitstellen im Sinne einer sozialgerechte Boden- und Siedlungspolitik und zum Wohle der Stadt.


