Die neue Bahnhofstraße - ein Raum für freie Bewegungen
Die Bahnhofstraße im Abschnitt von der Deichstraße bis zur Straße Auf der Kirchwiese wird im Dezember 2008 endgültig fertig gestellt. Anlieger und Geschäftsleute haben Monate mit Baulärm, Staub und Behinderungen erdulden müssen. Sie werden nunmehr jedoch entschädigt durch eine Straße, die hohen Ansprüchen gerecht wird und Kommunikations- und Erlebnisraum ist für Bewohner, Gäste, Kunden und alle, die sich in Rhede wohlfühlen, flanieren oder einkaufen.
Auch der neue Brunnen am Platz im Kreuzungsbereich mit der Deichstraße und Wehrstraße soll noch vor Weihnachten erstrahlen - Kunst, die den Bezug zur Innenstadt und zur Geschichte Rhedes lebendig werden lässt. Die Straße ist barrierefrei gestaltet, die Eingänge der Geschäfte wurden - soweit machbar - niveaugleich angebunden. Sie wird den Mobilitätsansprüchen aller Verkehrsteilnehmer in hohem Maße gerecht. Eine gelungene städtebauliche Symbiose zwischen Verkehrs- und Aufenthaltsqualität - ein weiterer Schritt zur Aufwertung der Rheder Innenstadt und zur Vernetzung mit dem Umraum.
Die Bahnhofstraße in ihrer neuen Gestalt schafft Räume für alle. Gleichberechtigt nebeneinander und ohne Trennung voneinander bewegen sich hier Fußgänger, Radfahrer und PKW - alle nehmen Rücksicht aufeinander und schaffen somit Sicherheit, Bewegungsräume und Aufenthaltsqualität. Dies erfordert ein hohes Maß an gegenseitiger Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit und Verständnis. Die Stadt setzt darauf, dass Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger in der Lage und bereit sind, sich aufeinander einzustellen, ohne dass umfangreiche obrigkeitliche Regelungen und Schilder erforderlich werden.
Ganz ohne Regelungen geht es jedoch in dieser sogenannten Mischverkehrsfläche nicht. So ist das Parken werktags in der Zeit von 7.00 Uhr - 19.00 Uhr in den markierten Parkständen für die Dauer von einer Stunde erlaubt (Parkscheibe). Außerhalb der markierten Parkflächen gilt eingeschränktes Haltverbot. Dieses gestattet das Halten für die Dauer von 3 Minuten.
Im übrigen ist die Bahnhofstraße ein Baustein von vielen der geplanten ganzheitlichen und nachhaltigen Gestaltung der öffentlichen Räume in der Rheder Innenstadt. Merkmale dieser Gestaltung sind u.a. die einheitliche Pflasterung der Flächen mit rot-braunen Pflasterklinkern ohne Stolperkanten und die dunkel abgesetzten Pflasterstreifen entlang der Gebäude (den sogenannten Scheuerleisten, die vor- und zurückspringenden Gebäudewänden folgen und so die räumliche Gliederung des öffentlichen Raumes, den Richtungswechsel und die Sprünge von Fassaden unterstreichen). Dieses ruhige, durchgängige und übersichtliche Pflaster erlaubt es, dass relativ viele Elemente wie z. B. Bäume, Bänke, Anlehnbügel für Fahrräder vorgesehen werden können, ohne dass der Straßenraum überfrachtet erscheint bzw. eingeengt wird. Auch die Beleuchtung der Innenstadtstraßen wird eine besondere Qualität haben. Die durchgängig vorgesehenen einheitlich gestalteten Lichtsteelen sowie Bodenstrahler zur Anstrahlung von Bäumen, herauszuhebenden Gebäuden oder Kunstobjekten geben dem Raum ein unverwechselbares Bild bzw. lenken die Aufmerksamkeit gezielt auf räumliche Akzente wie Bepflanzungen, Fassaden, Verzierungen oder besondere und prägende Objekte. Parkplätze erhalten hiervon abweichend mehr technisch ausgerichtete Beleuchtungskörper. Die Beleuchtung insgesamt ist energiesparend.
Beispiele der neuen Gestaltung der öffentlichen Räume sind die fertig gestellte Bahnhofstraße, der Parkplatz am Gildekamp und der Parkplatz Molkereihof. Die Radwegpromenade Uferstraße am Rheder Bach im Bereich des Molkereihofes sowie die innere Erschließung des Raumes zwischen Hohe Straße und Rheder Bach (das sogenannte Projekt derbach) werden diese Gestaltungsbestandteile künftig ebenfalls aufweisen.



