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Sehenswürdigkeiten in Rhede

Wasserschloss Rhede im Renaissance-Stil

Renaissance-Wasserschloss Rhede

Die Herren von Rethe lebten bis 1388 in der damaligen "Borg" von Rhede (sie befand sich gegenüber dem heutigen Schloss). Nach der Zerstörung erlaubte 1426 der Bischof von Münster den Wiederaufbau der Burg mit Bergfried und Beihaus an der jetztigen Stelle. 1564 wurde ein stattliches Herrenhaus, dessen Nordostflügel noch heute erhalten ist von Lubbert von Rhemen erbaut. Das heutige Schloss ist im Renaissance Stil wechselte danach oft die Besitzer.
1850 erwarb die Fürstenfamilie zu Salm-Salm das Schloss. Es dient der Familie noch heute als Wohnsitz. Außerdem befindet sich auf dem Schlossgelände die Fürstlich-Salm-Salm´sche Verwaltung. Das Schloss Anholt ist der Hauptsitz der Familie und beinhaltet heute ein sehenswertes Museum.

St. Gudula Pfarrkirche, Rhede

St. Gudula Kirche

Kath. Pfarrkirche, 1898-1901, Markt/Kirchstraße, Neugotische Hallenkirche

 

Bereits im Jahre 1100 nach der Abpfarrung der Gemeinde von der Urpfarre Bocholt wurde an der heutigen Stelle ein Steinkirche im romanischen Stil erbaut.
Durch die Industrialisierung und die sich daraus ergebende kulturgeschichtliche Wende wurde ein völliger Neubau angestrebt. 1893 fiel die Entscheidung zum Bau einer neugotischen Kirche und der Abriss der alten Kirche an selber Stelle. Jedoch konnte der Turm aus Platzgründen nicht wie üblich nach Osten ausgerichtet werden, sonder er musste nach Westen gerichtet werden. Der Bischof von Münster äußerte zunächst Bedenken, dass die vielen Kneipen rund um die Kirche nicht zuträglich seien. Noch heute spricht man in Rhede vom Kreuzweg rund um die Kirche, wenn man einen Kneipenbummel macht.
Die Grundsteinlegung der neugotischen Hallenkirche erfolgte am 8. Juli 1898. In der Rekordbauzeit von nur drei Jahren wurde St. Gudula am 12. Juni 1901 eingeweiht.
Der Grundriss verbindet ein dreischiffiges Hallenlanghaus mit einem Zentralbau. Im Inneren ist aber anstelle der Vierung ein weiter oktogonaler Mittelraum angelegt, von dem aus sich die Nebenschiffe oder Kapellen öffnen. In der Kirche befindet sich eine kostbare zeitgenössische Verglasung, die zum Teil aus dem Jahr 1915 und früher datiert ist. Schmuckstück von St. Gudula ist zweifelsfrei der romanische Taufstein aus der Zeit um 1100.  

Haus Kretier

Haus Kretier

Alte Herrensitze

 

Die Geschichte des Hauses - ehemals auch Gut Hillerding genannt - geht bis in das 14. Jahrhundert zurück.
Die ursprünglichen Eigentümer führten den Beinamen Kretier. Der Besitz ging 1661 an die Familie von Pasqualini über. 1737 heiratete eine Tochter Pasqualinis den Freiherrn Johann Hermann van Hövell, dessen Nachkommen auch heute noch Eigentümer des Gutes sind. Ein Teil des früheren, verzwickten Grabensystems zum Schutz gegen feindliche Überfälle ist noch erhalten.

Haus Tenking

Haus Tenking

Alte Herrensitze

 

Haus Tenking war ursprünglich bischöflich münsterisches Lehen, ging aber im 15. Jahrhundert in den Besitz der Herren von Anholt über. Nach häufigem Besitzerwechsel war es über anderthalb Jahrhunderte in Diepenbrockschem Besitz. 1705 übernahm Ernst von Cochenheim das verschuldete Haus. Nach dem Abriss baute er 1710 Haus Tenking in seiner heutigen Form auf.

Im Jahr 1841 ging es durch Zwangsverkauf an den Freiherrn van Hövell auf Haus Gnadenthal bei Kleve über, der es mit dem Haus Kretier vereinigte. Im Besitz der Familie blieb es bis heute. In den letzten Jahren wurde die Anlage in eine sozialpflegerisch-therapeutische Einrichtung umgebaut.

Holländer Turmwindmühle in Krommert (1880/81)

Habers Mühle

Vor den Toren Rhede lohnt es sich, die alte "Holländer Turmwindmühle" der Familie Habers im Ortsteil Krommert zu besuchen. Die Mühle wurde mehrfach restauriert, ist jedoch nicht mehr ganz funktionstüchtig. Die Windmühle Habers wurde 1880 von Heinrich Habers aus Feldbrandsteinen gebaut, das Mahlwerk selbst ist nicht mehr vorhanden. Die Mühle kann von innen besichtigt werden. Frau Habers zeigt den Besuchern die Arbeit eines Müllers mit Ausschank des "Mühlentropfens".

Alte Brennerei

Gaststätte "us de la meng" mit Brennerei

Die alte Kornbrennerei aus dem Jahre 1852 liegt im Herzen von Rhede. Die Brennerei ist seit 1985 nicht mehr in Betrieb. Liebevoll restauriert, dokumentieren alte Geräte den Brennvorgang. Berühmt wurde diese Brennerei insbesondere für das Produkt "Rheder Ampel", die nach wie vor nach alten Rezepturen in diesem Haus hergestellt wird. Es handelt sich hier um hochgeistige Liköre und zwar Pfefferminze (grün), Anis (gelb) und Schlehe (rot). Allein der Duft von Anis und anderen Kräutern ist bereits verlockend. Eine Besichtigung ist möglich. Bei einer Kostprobe und Erläuterungen erfahren Sie alles zur Geschichte der Brennerei.

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