"Vision Zero" - Kommunen im Regierungsbezirk Münster beraten über ihre zukünftige Verkehrssicherheitsarbeit
Vertreter von insgesamt 74 Kommunen des "Netzwerks Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Münster" trafen sich Anfang Februar zum Netzwerktreffen 2012. Sie zogen ein Zwischenfazit ihrer Arbeit und stimmten neue Strategien im Hinblick auf die "Vision Zero" ab.
Mit dem Ziel der europäischen "Vision Zero" hat sich auch das Land NRW verpflichtet, dafür zu sorgen, dass künftig keine Verkehrstoten mehr auf den Straßen des Landes zu beklagen sind. Dieses Ziel ist visionär. Die Unfallzahlen zumindest bis 2015 gegenüber dem Ausgangsjahr 2004 zu halbieren, ist ein handfestes Zwischenziel.
"Betrachtet man die Entwicklung der Unfallzahlen über einen langen Zeitraum, können wir mit Stolz sagen, dass wir als Regierungsbezirk bei der Verfolgung der Vision Zero durchaus erfolgreich waren", sagte Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller. "Deshalb ist es lohnend, kommunale Netzwerke mit allen relevanten Akteuren der Verkehrssicherheitsarbeit zu fördern."
Bereits vor gut vier Jahren hat sich unter dem Dach der landesweiten Organisation das "Netzwerk Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Münster" gegründet. Jetzt konnte Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller mit den Städten Gladbeck und Rhede zwei weitere Kommunen als Partner aufnehmen. Insgesamt arbeiten jetzt 74 von insgesamt 83 Kommunen des Regierungsbezirks Münster im Netzwerk. Dabei weisen die Mitgliedskommunen sehr unterschiedliche Unfallschwerpunkte auf, so auch die beiden neuen Kommunen Gladbeck und Rhede.
Lothar Mittag, Bürgermeister der Stadt Rhede, einer überwiegend ländlich geprägten Region mit weiten Wegen und viel Autoverkehr, brachte es auf den Punkt: "Der Mensch ohne Blech drum herum hat keine Knautschzone. Schon deshalb ist das Thema Verkehrssicherheit eines, das für Kommunen ganz vorne anstehen muss. Wir freuen uns, nunmehr Partner im Netzwerk zu sein und werden insbesondere unsere Erfahrungen als fahrradfreundliche Stadt mit dem Schwerpunkt Nahmobilität einbringen."
Gladbeck zählt mit rund 2100 Einwohnern pro Quadratkilometer zu den bevölkerungsreichsten Städten des Regierungsbezirks. Dr. Thomas Wilk, Beigeordneter der Stadt Gladbeck, erhofft sich neben geeigneten Maßnahmen für Kinder, junge Fahrer und Senioren vor allem, das lokale Netzwerk zu stärken: „Wir wollen verschiedene Akteure für unser lokales Netzwerk hinzugewinnen, die sich aktiv für die Verkehrssicherheit der Gladbecker Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Die Mitgliedschaft im regionalen Netzwerk und die heutige Veranstaltung liefern uns dafür wertvolle Anregungen“.
Die Koordinierungsstelle unterstützt die kommunale Verkehrssicherheitsarbeit und bietet eine Plattform zum kommunalen Austausch. Neben den Vertretern der Mitgliedskommunen will sie Vertreter der Polizei, der Verkehrswacht, der lokalen Verkehrsunternehmen, der Schulen und Betriebe, Seniorenvertretungen und anderer Institutionen, wie technische Prüforganisationen und Versicherungen ansprechen. Die Netzwerkveranstaltungen bieten hierzu gute Gelegenheit.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
E-Mail: Netzwerk-Verkehrssicherheit@brms.nrw.de oder auf der Internetseite www.verkehrssicher.nrw.de



