Wohnformen der Zukunft in Rhede
"Initiative Zukunft Wohnen"
Der soziale und demographische Wandel wird zukünftig einige Veränderungen bringen. Die Gesellschaft wird immer älter und "bunter" – es wird kleinere Haushalte geben, eine größere Vielfalt verschiedener Lebensstile und veränderte Familienstrukturen. Eine wichtige Veränderung wird es im Bereich der Wohnformen geben.
Aus diesem Anlass hat sich eine Gruppe "Initiative Zukunft Wohnen" in Rhede gebildet. Vertreter des Bündnisses für Familie, des Seniorenbeirates und der Stadtverwaltung haben sich diesem Thema angenommen und sich unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigt: Welchen Bedarf hat die Bevölkerung in Rhede? Welche Angebote sollen geschaffen werden? Die Gruppe möchte Wohnformen ausloten, die ein Neben- und Miteinander verschiedener Lebensstile und Haushaltsformen aller Generationen ermöglichen. Aber auch der Wunsch nach einer nachbarschaftlichen Gemeinschaft soll genauso berücksichtigt werden wie der Wunsch nach Rückzugsmöglichkeiten und Privatsphäre.
Das Ziel ist, gemeinsam mit den künftigen Bewohnern – je nach deren Wünschen und Bedürfnissen – neuen Wohnraum als "Wohnformen der Zukunft" zu gestalten.
verschiedene Wohnformen
Es gibt verschiedene Wohnformen, die sich hierfür zukünftig anbieten, beispielsweise Baugemeinschaften, Hausgemeinschaften oder Mehrgenerationenwohnen. Bei allen drei Formen wird es Nachbarschaften mit gemeinsamen Aktivitäten und gegenseitiger Unterstützung geben, wobei jeder Bewohner eigenständig bleibt. Jung und Alt können voneinander profitieren und sich gegenseitig helfen. Diese Pluspunkte gegenüber herkömmlichen Wohnformen werden mittlerweile sowohl von älteren als auch von jungen Menschen und Familien erkannt und geschätzt.
"Rheder Bachviertel" und "Rhede-Süd"
In Rhede soll eine solche Wohnbaunutzung zukünftig möglich sein. Als Standorte bieten sich das "Rheder Bachviertel" und der Bereich "Rhede-Süd" an der Weberstraße an. Hier lassen sich verschiedene Wohnkonzepte umsetzen. Bei entsprechender Nachfrage könnten auch weitere Standorte von privaten Investoren mit städtischer Unterstützung und Begleitung entwickelt werden. Ein solches Angebot richtet sich an alle Generationen und Haushaltsgrößen – Einzelpersonen, Paare und Familien mit Kindern, die Wohnungen mit einer ausreichenden Anzahl an Zimmern in zentraler Lage suchen.
Initiative von den Bürgern gefragt
Entwicklung des Rheder Bachviertels soll nach den speziellen Bedürfnissen und Wünschen, wie Wohnungsgröße, Anzahl der Wohnräume, Ausstattung (z.B. barrierefrei) der künftigen Eigentümer konzipiert werden. Die Unternehmungsgruppe Hoff steht den Überlegungen zu alternativen Wohnformen offen gegenüber. Neben herkömmlichen Wohnungen soll auch das Interesse an gemeinschaftsorientierten Wohnformen ausgelotet werden. Denkbar ist auch ein Gemeinschaftsraum oder ein Nachbarschaftsplatz als Begegnungs- und Kommunikationspunkt. Die Initiative muss von den Bürgern selbst ausgehen.
Informationsveranstaltung
Die Gruppe "Initiative Zukunft Wohnen" lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung am Dienstag, 24. Mai 2011 um 19 Uhr im Kultursaal Rathaus Rhede ein, bei der zukunftsorientierte Wohnformen und Wohnkonzepte vorgestellt werden.
Kontakt
Darüber hinaus können sich ab sofort alle Bürgerinnen und Bürger, die Interesse an alternativen, zukunftsorientierten Wohnformen haben, bei der Stadtverwaltung Rhede, Heinz Paßerschroer, Zimmer 326, 2. OG, Telefon 02872/930-326, melden.
Haben Sie Interesse an neuen Wohnformen in Rhede?
Formular zum Download
Die Arbeitsgruppe "Initiative Zukunft Wohnen" besteht aus Vertretern des Seniorenbeirates, des Bündnisses für Familie, der Stadt Rhede.

Foto (von links): Martin Wißmann – Bündnis für Familie, Bernd Thielkes und Lucia Höyng – Seniorenbeirat, Heinz Paßerschroer, Janina Lockner, Uwe Hüfing – Stadt Rhede, Bernhard Böing – Seniorenbeirat, Ludger Nienhaus – Stadt Rhede
Die Bevölkerung in Rhede wird immer älter:
Von den 19.400 Einwohnern in Rhede sind im Jahr 2008 ca. 3.780 älter als 60 Jahre gewesen.
Für das Jahr 2030 sagen die Statistiker des Landes 19.850 Einwohner voraus, von denen 7.550 älter als 60 Jahre sein werden. Bereits jetzt sind über 43 Prozent der Rheder älter als 45 Jahre.


