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Hilfen für ausländische Flüchtlinge

Allgemeine Informationen

Ausländische Flüchtlinge, die ihren Lebensunterhalt nicht selber durch Einkommen oder Vermögen sicherstellen können, erhalten in aller Regel Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).  

Neben der Grundsicherung für Arbeitssuchende und der Sozialhilfe beinhaltet das AsylbLG ein eigenständiges existenzsicherndes Leistungsrecht für den in diesem Gesetz näher definierten Personenkreis. Die Leistungen beinhalten im Wesentlichen den notwendigen Bedarf an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgüter des Haushaltes, einen monatlichen Taschengeldbetrag von derzeit 40,90 Euro ab dem 15. Lebensjahr bzw. 20,45 Euro bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, die Kosten zur Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände, sonstige Leistungen im Einzelfall sowie Hilfen zur Arbeit. Daneben werden auch persönliche Hilfen (soziale Betreuung, Beratung, Konflikthilfe) angeboten. Bis auf den Taschengeldbetrag werden die monatlichen Leistungen für den Lebensunterhalt in Wertgutscheinen erbracht.  


Nach einem Leistungsbezug von 48 Monaten können –wenn bestimmte weitere Voraussetzungen erfüllt sind- die Leistungen nach dem AsybLG aber auch angehoben werden auf das Leistungsniveau der Sozialhilfe nach dem SGB XII. Dann gelten nicht nur die (höheren) Regelsätze der Sozialhilfe analog, sondern auch die sozilhilferechtlichen Vorschriften zum Einkommen und Vermögen und die Möglichkeit der Geldleistungsgewährung. 

Rechtsgrundlage

Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) Sozialgesetzbuch X (SGB X), Sozialgesetzbuch XII (SGB XII), Aufenthaltsgesetz, Flüchtlingsaufnahmegesetz, Rats- und Ausschussbeschlüsse 

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