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Wasser- und Bodenverbandsgebühren

Allgemeine Informationen

Die Wasser- und Bodenverbandsgebühren werden dem jeweiligen Eigentümer über dem Grundbesitzabgabenbescheid berechnet.

Mit Wirkung zum 01. Januar 2018 musste die Stadt Rhede eine Änderung des Landeswassergesetzes NRW umsetzen und die Gebühren nach versiegelten und unversiegelten Flächen berechnen.

Gebührensatz 2019:

  • Versiegelte Flächen: 0,031176 pro m²
  • Unversiegelte Flächen: 0,000338 pro m²

Versiegelte Flächen werden im Verhältnis 9:1 zu den unversiegelten Flächen bei der Gebührenfestsetzung herangezogen, da diese das Wasser im Oberboden schwerer zurückhalten und nicht zum Wasser- bzw. Hochwasserschutz beitragen.

Als versiegelte Flächen gelten alle nicht mit Grün bewachsenen Flächen wie Gebäude, Terrassen, Hütten, Glashäuser, alle Wege oder sonstigen Flächen die aus Beton, Bitum, Sand, Holz, Schotter, Kies, Splitt oder ähnliche Materialien bestehen.

Als unversiegelte Flächen gelten alle mit Pflanzen bewachsenen Flächen wie Rasen, Wiesen, Äcker, Wälder, Hecken, begrünte Beete mit Gehölzen, Stauden oder Blumen, natürliche Gewässer.

Die Wasser- und Bodenverbandsgebühren werden oft mit den Niederschlagswassergebühren verwechselt.

Die Wasser- und Bodenverbandsgebühren dienen zur Finanzierung der Unterhaltung der Bachläufe; die Niederschlagswassergebühren zur Finanzierung der Regenwasserkanäle.

Bei den Niederschlagswassergebühren werden alle abflusswirksamen Flächen herangezogen, also Flächen, dessen Wasser in den Regenwasserkanal entwässern.

Bei den Wasser- und Bodenverbandsgebühren werden alle Flächen berücksichtigt, dessen Wasser, wenn auch nur theoretisch, in einem Bachlauf entwässern kann.

Die Neuregelung der Berechnungsweise der Wasser- und Bodenverbandsgebühren hat nicht dazu geführt, dass nun mehr Gebühren durch die Stadt Rhede eingenommen werden.

Die Gebührenlast hat sich jedoch verschoben. Eigentümer mit vielen versiegelten Flächen müssen nach neuem Recht nun mehr bezahlen; Eigentümer mit vielen unversiegelten Flächen werden entlastet. 

Rechtsgrundlage
  • Satzung zur Umlage der Kosten der Gewässerunterhaltung

  • Landeswassergesetz NRW

  • Kommunalabgabengesetz NRW

  • Abgabenordnung
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