Inhaltsbereich

Sie sind hier:

Schildkrötpuppe „Erika“ auf märchenhafter Reise im Spielzeugmuseum

läuft bis zum Di, 15.01.2019
Blocktermin Standort anzeigen

Spielzeugmuseum Max und Moritz Sternenfee © Stadt Rhede„Mit der Sternenfee ins Märchenland“

Schildkrötpuppe „Erika“ auf märchenhafter Reise im Spielzeugmuseum

„Mit der Sternenfee ins Märchenland“: Die Sonderausstellung zu Weihnachten 2019 ist wirklich märchenhaft. Mit gutem Grund: „Märchen sterben nach und nach aus“, sagt Museumsleiterin Eva Gutersohn, die die Spielzeug-, Sammler- und Märchenszene seit Jahrzehnten beobachtet. Da sei es an der Zeit gewesen, wenigstens im Spielzeugmuseum Max und Moritz in Rhede, Auf der Kirchwiese 1, wenigstens die bekanntesten Märchen wieder aufleben zu lassen. Wenn nicht hier, wo dann?

Neun wunderbare Szenen hat die Rhederin zusammengestellt – und wieder viel Kleinarbeit investiert. Die sieht der Besucher erst beim genaueren Hinsehen. Wie zum Beispiel beim Lebkuchen-verzierten Hexenhaus, das „Hänsel und Gretel“ so sehr reizt. Dafür hat die Museumsleiterin nicht nur das Häuschen mit viel Liebe und Akribie gebastelt, sondern an anderer Stelle am Hofe der Majestäten eine Burgkulisse mit Turm und noch viel mehr. Ähnlich aufwendig aufgestellt sind die anderen Märchen, die die kleine „Erika“ – eine alte Schildkrötpuppe – auf ihrer märchenhaften Reise besucht.

Sie trifft den gestiefelten Kater, Rotkäppchen, Frau Holle, Schneewittchen, die Bremer Stadtmusikanten und viele mehr. „Ich wollte die Märchen anreißen, um die Besucher zu motivieren, sie auch zu lesen“, sagt die Spielzeugsammlerin. Und wer nun nicht sofort Lust hat zu lesen, dem liest die frühere Lehrerin gerne ein paar Passagen aus dem extra dafür gestalteten und gedruckten Büchlein vor. „Kinder hören gerne zu, und ihnen wird viel zu wenig vorgelesen. Das fördert schließlich auch die Kreativität.“

Menschen sollten mehr Märchen mögen

Der Spielzeugleiterin liege es durchaus am Herzen, dass Märchen zum Beispiel der Brüder Grimm wieder bekannter gemacht werden: „Sie sind damals aus volkskundlichem Interesse zusammengetragen und auch für Erwachsene geschrieben worden.“ Anfangs, im Jahr 1812, wurden die erste Hefte nur mit Text gedruckt, später kamen Illustrationen dazu, wie Eva Gutersohn sagt.

Kinder, erklärt sie, sähen und hörten Märchen ganz anders als Erwachsene. „Was man als Erwachsener als grausam empfindet, erleben die Kinder anders. Sie erwarten, dass die böse Hexe auch ihre Strafe bekommt.“

Drei volle Vitrinen mit vielen Details zu Märchen zeigen Alltagsgegenstände. Auch da gibt es viel zu gucken: Nippesfiguren, Porzellan, Glasbilder, Adventskalender, Bücher, Gebäckdosen. Und es gibt Seltenes zu sehen: zum Beispiel ein mexikanisches Märchenheft aus Stoff, Terrakottafiguren aus der Zeit um 1890, Figuren aus Wiener Bronze oder eine Gebäckdose in Form eines Hexenhauses.

Adresse: Auf der Kirchwiese 1, 46414 Rhede im Münsterland.

Fotos: max-u-moritz.de / Horst Andresen

 

Rubrik
Ausstellungen, auch gewerblich
Kunst- / Ausstellungen
Museumsveranstaltungen

Veranstaltungsort
Spielzeugmuseum Max und Moritz, Rhede
Kontaktdaten
Homepage: www.max-u-moritz.de
Veranstaltungsinformationen
Eintritt:Öffnungszeiten: Das Museum öffnet dienstags, mittwochs, donnerstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Führungen gibt es auf Anfrage, Telefon 02872/981012.

Spielzeugmuseum Max und Moritz Sternenfee
Spielzeugmuseum Max und Moritz Sternenfee

<zurückSeite drucken