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Wettbewerb zur Umgestaltung der Rheder Innenstadt gestartet
Das Modell zeigt einen Teil des Wettbewerbgebietes.© Stadt RhedeIn den nächsten Wochen sollen nun zwölf Teams bestehend aus Landschaftsarchitekten und Stadtplanern Vorschläge erarbeiten und ein Modell der künftigen Innenstadtgestaltung einreichen. Die Grundlagen für den Wettbewerb haben Verwaltung und Politik im September 2024 mit dem „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ (ISEK) festgelegt.
„Jetzt geht es an die detaillierte Planung“, sagte der Beigeordnete Hubert Wewering zur Begrüßung beim Einführungskolloquium. Die Innenstadtgestaltung sei eine „zentrale Zukunftsfrage für die Stadt Rhede. „Wie können wir die Stadt gestalten, sie attraktiv machen?“ Mögliche Lösungen sollen Ergebnis des Wettbewerbs sein. „So ein Realisierungswettbewerb ist für uns Neuland“, erklärte Wewering und sprach von einem „spannenden Verfahren“.
Nach der Förderzusage des Landes, hatte die Verwaltung im vergangenen Herbst zu diesem Wettbewerb aufgerufen, der gemäß der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) durchgeführt wird. Die Zahl der teilnehmenden Büros war auf insgesamt zwölf beschränkt worden. Neben vier Büros, die durch die Stadt Rhede zugeladen worden waren, wurden die acht weiteren Büros bzw. Teams durch einen EU-weit ausgeschriebenen Teilnahmewettbewerb ermittelt. Das Interesse war groß. 40 Büros aus ganz Deutschland signalisierten Interesse, Ideen für die Umgestaltung der Rheder Innenstadt zu entwickeln. Aus diesen Bewerbungen wurden die acht weiteren Teilnehmenden ausgelost.
„Wir freuen uns, dass das Interesse so groß ist“ und die Teilnehmer zum Teil weite Anfahrten in Kauf genommen haben, sagte Ellen Wiewelhove vom Büro postwelters + partner, das den Wettbewerb organisiert und betreut. Es sei eine herausfordernde Aufgabe, ein so großes Plangebiet städtebaulich und freiraumplanerisch zu entwickeln. Ein Wettbewerb, so Wiewelhove, sei das richtige Instrument, für „so eine bedeutsame Aufgabe“.
Beim Einführungskolloquium wurden den Teilnehmern die Rahmenbedingungen erläutert und Fragen zum Verfahren geklärt. Bis Mitte März haben die Büros nun Zeit, Planunterlagen zu erarbeiten und einzureichen. Bis Mitte April müssen die Modelle abgegeben werden. Ende Mai schließlich tagt das Preisgericht und für Juni ist eine Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse geplant.
Wann die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Innenstadt beginnen, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Welcher der prämierten Entwürfe schließlich zur Umsetzung kommt, bleibt am Ende Entscheidung des Rheder Rates, wenngleich die Beauftragung eines ersten Preises favorisiert wird.
Das Preisgericht besteht aus fünf Fachpreisrichtern (Landschaftsarchitekten und Stadtplaner) sowie aus vier Sachpreisrichtern. Das sind Rhedes Bürgermeister Jürgen Bernsmann, Christoph Terwiel, Fachbereichsleiter Bau und Ordnung, Dr. Christian Bläker, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt, sowie Elisabeth Klein-Heßling, Vorsitzende des Ausschusses für Ordnung, Verkehr und Wirtschaft.



